Trachtler packen an

450 Stunden ehrenamtlich am Bau

Trachtler-Musketiere: Darum stecken die Bruckmühler “Wendlstoana” derzeit im Arbeitsgwand

Eine ganze Reihe von Mitgliedern des Bruckmühler Trachtenvereins steckt seit sieben Monaten öfter im Arbeits- als im Trachtengwand. Dafür gibt es einen wichtigen Grund, denn sie alle vereint ein großes Ziel.

Trachtenheim-Projekt

In Anlehnung an den Kult-Hit der Band Geier Sturzflug „Jetzt wird kräftig in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“ aus dem Jahr 1983 hat der Trachtenverein „D’Wendlstoana“ Bruckmühl dazu aktuell seine eigene und leicht geänderte Version kreiert, „Jetzt wird in die Hände gespuckt, wir packen an das Trachtenheim-Projekt“. Anlass hierzu sind die umfangreichen Umbauarbeiten in der ehemaligen Gemeindebücherei bei der katholischen Herz-Jesu-Kirche für neue Vereinsräumlichkeiten der „Wendlstoana“ Trachtler.

„Jetzt wird in die Hände gespuckt, wir packen an das Trachtenheim-Projekt“

Michael Greiner

Neueinteilung der Räume

Rückblick: Im April 2022 hatte der Bruckmühler Marktausschuss nach nur 18 Minuten Sachvortrag samt Beratung dem Tagesordnungspunkt 7 „Antrag auf Neueinteilung von Räumen im Bürgerhaus nach dem Auszug der Gemeinde-Bücherei“ einstimmig grünes Licht erteilt. Nachdem dann 28190 Bücher, Comics, Zeitschriften, DVDs und CDs im Spätherbst 2022 in der neuen „Kulturmühle“ ihre neue Heimat gefunden haben, packten die Bruckmühler Trachtler an.

Hier gehts zum Zeitungsartikel “Neuaufteilung der Räume”

Arbeits- statt Trachtlergwand

Seit sieben Monaten stecken die „Wendlstoana“ Trachtler mehr im Arbeits- als in ihrem Trachten-Gwand und „glänzen“ dabei mit einer großen Portion Muskelkraft. 

Abbau und Entsorgung

Der Startschuss erfolgte mit dem Abbau und der fachgerechten Entsorgung des alten Bücherei-Mobiliars. Danach wurden auf der 150 Quadratmeter großen Baustelle im ersten Stock des Bürgerhauses die Ärmel hochgekrempelt, die Beleuchtung komplett rückgebaut, die Holzdecke entfernt und die Elektrik- und Datenverkabelung so weit als nötig ausgebaut.

Arbeitsteilung bei den Bauarbeiten

Während die „aktiven“ Trachtler die Bauarbeiten überwiegend an Wochenenden ableisten, findet man die „Senioren-Trachtler“ zusätzlich unter der Woche beim Schlagen von Mauerschlitzen, etlichen Entsorgungsfahrten und leisten damit einen wertvollen Beitrag für einen zügigen Baufortschritt.

Wie ein Schweizer Uhrwerk

„Das ist ein perfektes Zusammenspiel von Alt und Jung wie bei einem Schweizer Uhrwerk“, zeigt sich Trachtenvorstand Michael Greiner stolz auf seine Mannschaft.

Decken- und Verkabelungsarbeiten

Aktuell wird nach seiner Darstellung an der Unterkonstruktion für die neue, abgehängte Gipskarton-Decke kräftig Hand angelegt. Parallel dazu laufen die Verkabelungsarbeiten für die erforderliche Elektrik und Beleuchtung. Trockenbauarbeiten schaffen dazu noch neue Lagerraumkapazitäten.

Daumen hoch – 450 ehrenamtliche Stunden

„In Summe kommen wir bis dato auf gut 450 ehrenamtliche Stunden, bei jedem Arbeitseinsatz sind durchschnittlich zehn Trachtler am Werk“, beschreibt Greiner die Ist-Situation, dabei zeigt der Daumen der rechten Hand nach oben. 

Finanzfrage: Eigene Rücklagen

Bei der Frage zum Thema „Finanzen“ verdeutlicht der Bruckmühler Trachtenvorstand, „bis jetzt haben wir einen niedrigen fünfstelligen Betrag aus unseren eigenen Rücklagen mit eingebracht, dabei wird es aber sicherlich nicht bleiben, da bewährt es sich, dass wir in den zurückliegenden Jahren zielgerichtet gewirtschaftet haben“.

In dem Zusammenhang richtet er noch einen Dank an die Rathausleitung und die Gemeindeverwaltung, „auch hier wird das Wort Teamplayer aktiv gelebt“. 

Optimistischer Ausblick

Ausblick: Auf der Agenda steht jetzt unter anderem der Innenausbau. „Es gibt noch viel zu tun, es wird kräftig in die Hände gespuckt, wir packen an das Trachtenheim-Projekt“, zeigt sich Trachtenvorstand Greiner optimistisch und zwinkert dabei mit dem linken Auge.

Text und Fotos: Torsten Neuwirth   

 

Eine Antwort

  1. […] Der Neuwirth Torsten hat darüber einen Zeitungsbericht geschrieben. Hier gehts zum Bericht […]

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